Omaha & Omaha Hi/Lo Grundlagen
Eine der gewinnträchtigsten Varianten des heutigen Pokers, besonders online, ist das Omaha Split eight-or-better, gnädigerweise zu dem gängigeren und weniger komplizierten Omaha/8 verkürzt. Die Hauptgründe dieser Gewinnträchtigkeit sind nicht nur die Tatsache, dass es viel mehr gescheiterte Pokerspieler gibt, die Omaha/8 spielen, sondern dass es auch ebenso viele Spieler gibt, die nicht einmal die Regeln und die Werte der Blätter verstehen. Ein weiterer Grund ist, dass Omaha/8 ein viel stringenteres und mathematischeres Spiel ist, weswegen es wesentlich weniger kurzfristige Ungereimtheiten – oder auch Glück – gibt als bei Texas Hold’em.
Der Clou ist, dass man es richtig anpacken muss, um seine Chancen bei diesem Spiel zu steigern. Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Grundlagen, etwa wie Sie sowohl die hohen als auch die niedrigen Blätter richtig deuten und spielen können, was Ihnen für die Zukunft eine große Hilfe sein kann. Sie sollten also erst mit dem Omaha/8 Abschnitt über Strategien fortfahren, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie über ein solides Verständnis der Regeln verfügen. Dieser Abschnitt stellt grundlegende und fortgeschrittene Spielstrategien vor, sowohl für Limit als auch für Pot Limit Omaha/8.
Omaha/8 kann mit einer Spieleranzahl von 2 bis 10 gespielt werden und wird für gewöhnlich in den meisten Räumen mit vollen Tischen mit 9 oder 10 Spielern gespielt. Der Spieler zur Linken des Kartengebers (oder Buttons) macht einen verbindlichen Einsatz, den man Small Blind nennt, und der Spieler links des Small Blinds macht ebenfalls einen verbindlichen Einsatz, den Big Blind. Der Big Blind entspricht dem unteren Einsatzlimit des Spiels, so beträgt der Big Blind beispielsweise in einem $10/$20 Spiel $10. Der Small Blind ist halb so hoch wie der Big Blind, in unserem Beispiel also $5.
Jeder Spieler erhält dann vier verdeckte Karten, die oft auch „Hole Cards“ genannt werden. Nun können die Einsätze gemacht werden, angefangen beim Spieler links neben dem Big Blind, welcher „folden“ (passen), „callen“ (mitgehen) oder „raisen“ (erhöhen) kann. Das Spiel wird links rum weiter geführt, bis die Runde den Spieler mit dem Big Blind erreicht hat. Dieser kann nun „checken“, wenn der Pot nicht erhöht wurde, oder den Pot erhöhen. Folgend werden drei Karten aufgedeckt in die Mitte vom Tisch gelegt. Dieser Prozess nennt sich „Flop“. Die ausgelegten Karten werden „Community Cards“ genannt, welche von jedem Spieler benutzt werden können, um das bestmögliche Blatt zusammen mit ihren „Hole Cards“ zu erstellen.
Unmittelbar danach beginnt die zweite Einsatzrunde, diesmal mit dem Ersten, der noch im Spiel ist, links neben dem Dealer. Eine vierte Community Card welche oft als „Turn“ bezeichnet wird, wird gelegt, gefolgt von einer dritten Einsatzrunde. Diese und die folgende Runde gehören zu dem oberen Limit in einem Limit- Spiel (in unserem Beispiel 20). Die letzte Community Card, auch „River“ genannt, wird nun auf dem Tisch aufgedeckt und die letzte Einsatzrunde findet statt.
Die Einteilung des Pots beruht auf folgenden Regeln
Ist kein akzeptables niedriges Blatt vorhanden, gewinnt der Spieler mit dem höchsten Blatt dem kompletten Pot. Gibt es aber zwei Spieler mit dem besten hohen Blatt, so wird der Pot unter den beiden aufgeteilt.
Wenn ein oder mehrere Spieler ein gutes niedriges Blatt haben wird der Pot aufgeteilt. Eine Hälfte geht an den Spieler mit dem besten hohen Blatt, die andere an den Spieler mit dem besten niedrigen Blatt. Im Falle eine Unentschiedens wir die jeweilige Hälfte des Pots unter den beiden Spielern aufgeteilt. Diese bekommen also ein Viertel des Gesamtbetrags. Dies wird oft „geviertelt werden“ („getting quartered“) genannt.
Die einzige besonders wichtige Regel in Omaha/8, die man sich immer vor den Augen halten sollte ist, dass man nur zwei seiner Hole Cards benutzen kann, um in Kombination mit dreien der Community Cards das bestmögliche Blatt zu erlangen. Wenn Sie sowohl ein hohes als auch ein niedriges Blatt haben, können sie zwei verschiedene Karten Ihrer Hole Cards benutzen, um diese zu bilden. Aber Sie dürfen nach wie vor nur zwei Karten verwenden. Sie werden erstaunt sein, wie viele Spieler diese Regel noch nicht verstanden haben.
Für viele, besonders für Texas Hold’em Spieler, ist es ein weiteres großes Problem, zu viele Blätter zu spielen. Sie nehmen, da sie mit vier anstatt zwei Karten beginnen, fälschlicherweise an, dass sie einen höheren Anteil ihrer Startblätter spielen können. Das ist komplett falsch und kann selbst den besten Pokerspieler in den Ruin führen. So wie in den meisten Pokerarten, ist auch hier eine harte und aggressive Spielweise der Weg zum Reichtum. Dies bedeutet, etwa 25% der möglichen Startblätter überhaupt zu spielen.
Als ich gelernt habe, Omaha/8 zu spielen, war ich schnell gezwungen, mir eine Strategie anzueignen, die besagte, dass ich eher Gründe für das Nichtspielen eines Startblatts suche anstelle von Gründen, die dafür sprechen. Das klingt vielleicht unbedeutend, aber durch die Einschätzung des Potenzials eines Blattes werden Sie schnell ein besserer und versierterer Pokerspieler.
Eine Herausforderung, der sich jeder gegenübersehen wird, der Omaha/8 lernt, ist, niedrige Blätter richtig zu erkennen. Denken Sie daran, denn jeder Spieler darf nur zwei Hole Cards und drei Karten auf dem Spieltisch verwenden. Die einzigen Blätter, die geteilt werden können, sind die mit drei ungleichen Karten auf dem Tisch mit dem Wert 8 oder weniger.
Der schnellste Weg, niedrige Blätter zu erkennen
Der schnellste Weg, niedrige Blätter zu erkennen, ist, sie rückwärts als eine Zahl zu lesen. Wenn man auf diese Weise zwei Blätter miteinander vergleicht, gewinnt die niedrigere Zahl. Hier ein Beispiel, begonnen mit dem niedrigsten Blatt:
A 2 3 4 5 - 54,321
A 3 4 5 7 - 75,431
2 4 5 6 7 - 76,542
A 2 3 4 8 - 84,321
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